Man kennt das: Man will nur mal eben den cocobrother auf die neueste Fedora-Version hieven, freut sich auf den neuen Kernel und die frischen Pakete – und nach dem Reboot starrt man in eine leere Root-Partition. Herzlichen Glückwunsch, du bist in die Device-Enumeration-Falle getappt!
Das Problem: Aus 0 wird 1
Früher war alles einfach: Die Systemplatte war /dev/nvme0n1. Aber Fedora 44 kommt mit einem neuen Kernel-Timing um die Ecke. Wenn du Hardware wie eine DDBridge im PCIe-Slot hast oder andere Controller beim Booten plötzlich Millisekunden schneller antworten, schnappt sich ein anderes Gerät den Index 0. Deine NVMe rutscht auf 1.
Das Ergebnis:
- GRUB sucht auf der falschen Platte.
- Die
/etc/fstabzeigt ins Leere. - Du landest in einer leeren Shell, weil
/nicht gemountet werden kann.
Die Lösung: UUIDs oder gar nichts!
Wer sein System heute noch über Gerätenamen wie /dev/nvme0n1p2 anspricht, bettelt förmlich um Ärger. In einem stabilen Setup (wie wir es für das Weiler-OS wollen) haben Namen nichts verloren.
Der Fix:
- UUID ermitteln: Mit
lsblk -fdie eindeutige ID der Partition auslesen. - fstab anpassen: Weg mit den Pfaden, her mit
UUID=xxxx-xxxx.... - Bootloader festzurren: Sicherstellen, dass auch GRUB die UUID nutzt, damit der Kernel die Platte findet, egal ob sie gerade als 0, 1 oder 99 erkannt wird.
Fazit
Ein Upgrade ist kein Spielzeug. Wer tief im System gräbt, Realtime-Kernel nutzt und kein sudo braucht, muss darauf vorbereitet sein, dass der Kernel beim Würfeln der Gerätenamen mal daneben liegt.
Merke: Namen sind Schall und Rauch – nur die UUID ist Gesetz!